Historie

1893 Gründung: Lt. noch vorhandener Kladde (Tagebuch) angefangen 24. Juli 1893
Als Einzelfirma durch Herrn Josef Hennecke geb. am 23.9.1867 in Meschede

Zweck und Gegenstand
Bauunternehmung
1894 Umzug nach Werl

Standort:
Buntekuhstsr. 10, Werl
Mitarbeiter:
5-7 Maurer, 1 Lehrling
 
  Entwicklung
1905 Anpachtung eines Steinbruchs in Müschede bei Neheim
1908 Lieferung von Mauer-Naturstein von Müschede zur Möhnetalsperrmauer sowie an die im Bau befindliche Hafenanlage Hamm. Der Transport der Mauersteine erfolgte durch die Ruhr-Lippe Kleinbahn von Müschede nach Hamm.
1910 1. Betriebsaussiedlung
aus der Stadtmitte von Buntekuhstraße zur Bahnhofsnähe Grundstück Langenwiedenweg/ Brandisstraße.
Größe: ca. 5700m² mit Gleisanschluss.
Errichtung eines eigenen Wohnhauses mit Büro, Langenwiedenweg 4.

Expansion Mitarbeiterzuwachs
auf inzwischen 25-30 Arbeitskräfte.

In diesen Jahren wurden 1 - 2 Fam.-Wohnhäuser durch die Firma errichtet. In Arbeitsgemeinschaften wurden z.B. das Krankenhaus, Hefefabrik, Gefängnis, Amtsgericht Werl etc. erstellt.
1913 Übernahme einer Sand- und Kiesbaggerei in Sendenhorst bei Münster.
1920 die II. Generation wurde inzwischen erwachsen: Josef jr., Clemens, Fritz, Franz und Gottfried
In dieser Zeit wurden von Josef Hennecke inzwischen heranwachsende 5 Söhne in den Betrieb / in das Unternehmen eingeführt.
  weitere Expansion durch Errichtung weiterer Betriebsstätten
Anpachtung einer Wasserkraftanlage, Mahl- und Oelmühle mit 2 Wasserrädern von dem Eigentümer Schulte-Himmelpforten bei Niederense an der Möhne
1925

Übernahme bestehender Sandgruben in Ennigerloh - Hoest von Horstrup Ennigerloh - Hoest

Ankaufgespräche und Ausbau der Wasserkraftanlage von Wasserrädern mit einem ca. 1500m langen Obergraben auf ca. 7,20 m Gefälle entlang südlich der Möhnestraße auf moderne Francis-Turbinen-Anlage auf Frabrikationsanlage für Holzstoff-Fabrik und Sägewerk.

Der Ankauf der Wasserkraftanlage wurde in mehrjährigen Verhandlungen. In dieser Zeit endlich abgeschlossen und somit auch Eigentum.

1934 Unwandlung von Einzelfirma in eine GmbH
Die Einzelfirma wurde umgewandelt in eine GmbH, als Gesellschafter traten die 5 Söhne: Josef jr., Clemens, Fritz, Franz und Gottfried in die Firma ein, Josef Hennecke sen. als Geschäftsführer. Der angepachtete Steinbruch in Müschede wurde mangels brauchbaren Vorkommen aufgegeben.
1939 Infolge eines Kriegsleides aus dem 1.Weltkrieg starb Josef Hennecke jr. 40-jährig.
1939-
1945
durch Einberufung zum Kriegsdienst u.a. auch der Gesellschafter und vieler treuer Mitarbeiter in verschiedenen Betriebsstätten wurden die Betriebe dezimiert. Fremdarbeiter wurden beschäftigt.
1943 wurde das sogenannte Lebenswerk des Gründers Josef Hennecke während der Möhnekatastrophe und 1 Jahr später 1944 auch das Baustofflage mit Lagerhallen infolge eines Bombenangriffs auf Werl völlig zerstört.

Die gegensätzliche Gesinnung der Familie Hennecke zum damaligen "Großdeutschen 1000-jährigen Reich"! machte einen Wiederaufbau bis zum Jahre 1945 unmöglich.
1945 Wiederaufbau Betriebsstätte Werl
zunächst wurde in dieser Zeit das Baustofflager in Werl wieder aktiviert und mit Lagerhallen wieder errichtet. Aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrende frühere Mitarbeiter waren sofort wieder bereit zur Mitarbeit.
1948 Wiederaufbau Sägewerk Niederense
Wiederaufbau des Sägewerks an einem anderen Standort in Niederense am "frischen Morgen". Sowie die Herrichtung der Wasserkraftanlage mit Errichtung eine Fabrikhalle in Himmelpforten.
1951 Wiederinbetriebnahme der Wasserkraftanlage m. Holzstofffabrik
1953-
1960
stark wachsende, steigende Expansion bedingt durch verstärkte Nachfrage in der Bauwirtschaft
Insgesamt wurden in dieser Zeit in allen wieder errichteten Betriebsstätten, Himmelpforten-Niederense, Werl-Sendenhorst, Ennigerloh-Sassenberg, bis zu 60 Mitarbeiter in der Lohnliste geführt.
1960 06.05.1960
Tod des Firmengründers und Geschäftsführers
Josef Hennecke, 94-jährig
  Nachfolge des Geschäftsführers
Clemens Hennecke sen.
  Einstellung der Holzstoff-Fabrikation mangels unzurechender Erträge infolge Wettbewerb Importe aus skandinavischen Ländern
Die Wasserkraftanlage wurde ungestellt auf elektr. Energieerzeugung mit langfristigen Lieferverträgen an die VEW Arnsberg
1963 21.01.1963
plötzlicher Tod des Geschäftsführers Clemens Hennecke sen.
  Die Firmengruppe Hennecke bestand 1963 nach dem plötzlichen Tod von Geschäftsführer Clemens Hennecke sen. noch aus 3 Henneckes der II. Generation und einer Erbengemeinschaft nach Clemens Hennecke sen.
1963-
1972
Franz und Gottfried Hennecke führten als kommissarich eingesetzte Geschäftsführer unter Mitwirkung von inzwischen zu Prokuristen auserkorenen Clemens Hennecke jr. (III. Generation) u. Josef Peters die Betriebsstätten Himmelpforten, Niederense, Werl, Sendenhorst, Ennigerloh und Sassenberg bis 1972 weiter.
1972 Erbauseinandersetzung und Umwandlung der GmbH in  eine GmbH & Co.KG und Trennung der Betriebsstätten
erfolgte dann eine unausweichliche gütliche Erbauseinandersetzung unter gleichzeitiger Trennung der Betriebsstätten.

Die Wasserkraftanlage auf inzwischen 800 PS ausgebaut und das Sägewerk übernahmen die Brüder Franz und Gottfried Hennecke (II. Generation)

Den Baustoffgroßhandel und Sandgruben übernahmen Clemens Hennecke, inzwischen sen., und Michael Hennecke der III. Generation
1974 Beitritt zur Baustoffhandelskooperation HAGEBAU Soltau
Nach der internen Bereinigung der verzweigten Betriebsstätten wurde der Beitritt zur Baustoffhandelskooperation HAGEBAU Soltau möglich und vollzogen.
1976 III. Betriebsaussiedlung
1976 erfolgte die III. Betriebsaussiedlung des Baustoffhandelns in Werl vom Langenwiedenweg zur Hammer Straße 77 zugleich mit der Errichtung eines Baustoffzentrums auf 18000 m² Grundfläche mit 3000m² VK-Fläche eines Baumarktes (Hagebaumarkt).
1986 Verpachtung an Konzern RAAB KARCHER
Während einer Rezession in der Bauwirtschaft wurde der Baustoffgroßhandel mit Baumarkt an den Konzern Firma RAAB KARCHER zum 01.01.1987 verpachtet.
Langgediente Mitarbeiter wurden von RAAB KARCHER übernommen. Der Umsatz betrug 1986 14. Mio. DM p.A. einschl. Baumarkt.
1987 zum 01.01.1987
Anlässlich der Verpachtung an den Konzern RAAB KARCHER Ausschluss aus der HAGEBAU-Kooperation
Lt. Satzung der HAGEBAU schied die Firma Hennecke GmbH & Co.KG in beiderseitigem Einvernehmen aus der Kooperation aus.
1990 Vorzeitige Kündigung durch RAAB KARCHER u. Rückgabe der Aktivitäten einschl. Inventar
1990 teilte die Firma RAAB KARCHER der Verpächterin mit, dass sie an Werl nicht mehr interessiert seien und gaben die Immobilie mit Inventar und einem verbliebenen Umsatz von 4,5 Mio. DM p.A. wieder zurück.

Wiederinbetriebnahme des Baustoffhandels durch die Firma Hennecke GmbH & Co.KG
Die Eigentümer Clemens Hennecke sen. und Michael Hennecke sen. übernahmen den Betrieb unter Mithilfe einiger der treuesten Mitarbeiter von RAAB KARCHER wieder in eigener Regie unter allerschwersten Voraussetzungen. Der Baumarkt wurde 1990 an den Hagebaumarkt Soest GmbH auf 10 Jahre verpachtet.
1991 Wiederaufnahme in die HAGEBAU
Nachdem 1990 der Konzern sich aus Werl verabschiedet hatte, war der örtliche Baustoffhandel wieder in mittelständischer Hand. Somit konnte auch die Wiederaufnahme der Firma Hennecke in die Hagebau-Baustoff-Handelskooperation wieder erklärt werden.
1992-
1996
Verkauf sämtlicher Sandgruben einschl. aller damit verbundenen Aktivitäten
In diesen Jahren wurden sämtliche Sandgruben und Aktivitäten im Sandgeschäft veräußert. Ein harter Wettbewerb auf dem Baustoffhandelssektor erforderte höchste Konzentration und persönlichen Einsatz.
1996 Verkauf des Gesellschafteranteils Michael Hennecke an den Anteilsübernehmer Clemens Hennecke jun. in IV. Generation
Mitgesellschafter Michael Hennecke sr. möchte aus der Gesellschaft ausscheiden. Der seit 1991 in der Fa. Hennecke tätige Clemens Hennecke jun. (gelernter Baustoffhandelskaufmann), übernimmt diesen Anteil von Michael Hennecke und tritt somit als Gesellschafter des IV: Generation in die Firma Hennecke GmbH & CO.KG ein.
1999 Inzwischen hat die Firma Hennecke GmbH & Co. KG mit 15 Mitarbeitern einschl. Azubis den Umsatz von 12 Mio. überschritten und sieht optimistisch in das nächste Jahrtausend.
2002 Weitere Expansion
Im Jahre 2002 wurde das Baustofflager um ca. 2000 m² überdachter Lagerhalle mit überdachter Be-/Entladezone geschaffen und das Freilager wurde durch Zupachtung von 6000m² Freifläche erweitert.
2004 Erweiterung der Hagebaumarkt-VK-Fläche
Auf Wunsch unserer Mieterin "Hagebaumarkt GmbH Soest" wurde die VK-Fläche um weitere 3000m² auf insgesamt 7000m² VK-Fläche + Lager-Freilager erweitert.
2007 Übergabe der Geschäftsführung und Übertragung von der III. Generation an die IV. Generation
Geschäftsführung in III. Generation, Cl. Hennecke sr. übergibt die Geschäftsführung unseres Unternehmens an den Junior Clemens Hennecke, an die IV. Generation, im Familienbesitz Hennecke.
Bisheriger Geschäftsführer Clemens Hennecke sen. tritt in das II. Glied des Unternehmens in beratender und teils tätiger Position.



 
P.S. Vorstehend erstellte Biographie ist von mir, Clemens Hennecke geb. 01.05.1935, niedergeschrieben.
Ich bin nach einer 3-jährigen Baufachlehre, bei der Fa. B. Lutter Ense – Bremen, seit Mai 1953 bei der Fa. Hennecke GmbH Werl tätig. Von 1963 – 1971 als Prokurist der Fa. Hennecke GmbH angestellt.
Seit 01.01.1972 – 31.12.2007 als Geschäftsführer der Fa. Hennecke GmbH + Co. KG tätig gewesen.
Die Biographie der Fa. Hennecke, seit Gründung 1893 – etwa 1950, habe ich aus mir nach vorliegenden Tagebüchern – Schriftstücken – Aktennotizen ( z.T. syterlinsche Schrift) und div. Unterlagen entnommen.
Seit 1943 bis zum Todestag 1960 meines Großvaters, Josef Hennecke, habe ich diverse mündlich übermittelte persönliche Berichte noch lebhaft in Erinnerung.
Nach Erwerb des Führerscheines 1953 hatte ich Gelegenheit den Gründer unseres Unternehmens, meinen Großvater, wöchentlich mehrfach zu chauffieren bzw. zu begleiten. Während dieser Begleitung lernte ich nicht nur Freunde und Bekannte unseres Hauses kennen, sondern auch unsere sämtlichen Betriebsstätten wie Werl - Niederense - Himmelpforten - Sendenhorst - Ennigerloh + Sassenberg sowie Kunden und Lieferanten bzw. Einzugsgebiete dieser Zweigstellen.
 
Danach noch zusätzliche persönliche Richtlinien und Erfahrungsberichte und lebensnotwendige Hinweise habe ich durch meinen Vater, verstarb 1963, erhalten.
Weitere Informationen und auch Belehrungen und Hinweise erfuhr ich dann durch meine Onkel Fritz-Franz-Gottfried + R.A. Rud. Hennecke, mit denen ich bis deren Ableben 1976/1982 noch in engster Verbindung stand.
 
Werl, Januar 2008     
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